Pendlerabzug ist noch immer sehr grosszügig

Der Pendlerabzug soll im Aargau auf 7000.00 im Jahr beschränkt werden. Grundlage für die Bemessung ist ein Kilometerpreis von 70 Rappen. Dies ist sehr grosszügig gerechnet. Mit einem Kleinwagen kann man den Kilometerpreis gut auf 30 Rappen senken. Damit lässt sich bei einem Pendlerabzug von 7’000 Franken jährlich zwischen 90 und 120 Kilometer am Tag fahren. Damit kommt man vom ländlichen Freiamt problemlos nach Zürich, Zug, Luzern oder gar nach Winterthur oder Schwyz pendeln. Und: die Autofahrer sind noch immer privilegiert, ÖV-Benutzer können max. das GA 1. Klasse (5970) abziehen.

Auf diesem Hintergrund ist völlig unverständlich, wie sich gewisse Landgemeinden vor den Karren des Nein-Lagers haben spannen lassen. Offensichtlich können diese nicht rechnen. Hoffentlich rechnen die Geber-Gemeinden beim Finanzausgleich nicht auch so. Unglaubwürdig sind die beiden Nein-Verfechter Thierry Burkart und Thomas Burgherr mit ihrer sozialpolitischen Schalmeien zum Pendlerabzug. Die beiden Herren haben sich in ihrer Zeit im Grossrat nie für sozialpolitische Anliegen der Arbeitnehmer eingesetzt.

Praktisch alle anderen Kantone liegen beim Pendlerabzug tiefer, z.B. Schaffhausen und Thurgau 6000, Bern und Jura 6700, Basel-Landschaft 5800, Basel-Stadt und Zürich 3000.
Der Pendlerabzug ist also eine leichte Korrektur von einem Abzugsprivileg, dass es bisher möglich machte, dass einzelne Beträge bis zu 35000 von der Steuer abgezogen haben. Wohl kaum „Büezer“.

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